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18.05.2012
Jahreshauptversammlung 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Markus Schulz   
Montag, den 30. Januar 2012 um 00:31 Uhr

JahreshauptversammlungBei der Jahreshauptversammlung ließ man im Feuerwehrgerätehaus das vergangene Jahr Revue passieren und ehrte langjährige Mitglieder.

Einer davon war Ewald Gohlke. Der ehemalige aktive Feuerwehrmann wurde für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Er freue sich über die Entwicklung der Steinbacher Wehr, sagt er und erinnerte sich. Damals, vor 50 Jahren, sei es Pflicht gewesen, so der 67-Jährige, der Feuerwehr beizutreten. Nichtsdestotrotz habe ihm aber die Feuerwehr immer Spaß gemacht. Auch habe er Leistungsprüfungen in jungen Jahren absolviert. Die Zahl der Einsätze hielt sich aber, nicht zuletzt bedingt durch seinen auswärts verrichteten Beruf, in Grenzen.
Wenn er heute das Feuergerätehaus und die Gerätschaften sieht, dann könne er nur staunen. In seinen Anfangsjahren diente als Feuerwehrhaus eine kleine „Schopf“ am oberen Teich. Es gab kein Feuerwehrauto, die Löschspritze wurde auf einem Wagen mithilfe eines Traktors zum Einsatzort gebracht. Nahezu alles waren Brandeinsätze, zu denen die Feuerwehr gerufen wurde.

Später, als das „alte“ Feuerwehrhaus hinter dem Rathaus gebaut wurde, habe er manchmal mitgeholfen. „Viele Kameraden haben damals mit angepackt, denn es galt ein gemeinsames Ziel zu realisieren.“ Für ihn ist der freiwillige Dienst der Kameraden nicht hoch genug zu werten. Gäbe es die Feuerwehren nicht, wären die Gemeinden um vieles ärmer, auch wäre es mit der Sicherheit nicht so gut bestellt.

Zuvor wies der Kommandant Christian Schulz darauf hin, dass die Feuerwehr Steinbach im vergangenen Jahr 79 Einsätze hat bewältigen müssen. Die Aktiven seien nahezu bei jedem größeren Brand beziehungsweise Einsätzen bezüglich technischer Hilfeleistungen im nördlichen Frankenwald unterwegs gewesen.
Bei all diesem ehrenamtlichen Engagement sei es richtig gewesen, dass die Gemeinde zum Jahre 2011 jeden Einsatz eines Aktiven mit einem Liter Sprit vergütet. Dieser Bonus sei nun Ende des Jahres zum ersten Mal ausgezahlt und gerne auch angenommen worden.
Um die immer vielfältiger werdenden Aufgaben innerhalb des Feuerwehrwesens bewältigen zu können, sei ein umfassendes Know-how notwendig. Deshalb nehme die Aus- und Weiterbildung weiterhin einen großen Stellenwert ein.
Er freue sich, dass die Zahl der Aktiven innerhalb eines Jahres von 45 auf 51 gesteigert werden konnte. Auch im Jahre 2012 wolle man intensiv Werbekampagnen für die Feuerwehr durchführen.
Mit einem gewissen Stolz berichtete er, dass die Homepage der Feuerwehr Steinbach von der Firma Träger als einer der besten ausgezeichnet wurde. Sein Dank galt allen Kameraden und vor allem seinen Sohn Markus Schulz und seinem Stellvertreter Matthias Werth, die sich als Führungskräfte tatkräftig für die Wehr einsetzen. Danke sagte er auch der Gemeinde für die Unterstützung.

Der Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Kronach (UG-ÖEL), Markus Schulz, sprach von 13 Alarmierungen. Den Mitgliederstand bezifferte er mit 26 Personen.

Bezüglich des Atemschutzes wurde von 25 Personen, darunter drei aus Hirschfeld und fünf aus Buchbach, gesprochen. Insgesamt konnten hier vier Einsätze und acht Ausbildungsveranstaltungen verzeichnet werden.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch verschiedene Mitarbeiter geehrt. Kommandant Christian Schulz und der Vorsitzende Frank Hirschböck bedankten sich zudem bei Jens Scherbel, der zum 31. Dezember 2011 seinen Posten an Steffen Kauschke übergeben hatte.

Bürgermeister Klaus Löffler sprach von einem bewegenden Jahr und einem mitunter nicht leichten Job. Das sei gerade bei den beiden tödlichen Unfällen zum Jahresende in Steinbach deutlich geworden. Es gehe schon an die Substanz, wenn ein Feuerwehrmann erkennen muss, dass er bezüglich Hilfemaßnahmen an seine Grenzen stößt. Daher sei der Dienst des Feuerwehrmannes nicht hoch genug zu werten und deshalb müsse auch die Kommune diese Einrichtung entsprechend ausstatten und unterstützen.
Weiterhin stellte er klar, dass die Gemeinde zwar in Ausrüstung und Infrastrukturen ihrer Wehren investiere. Dies sei aber alles ohne Bedeutung, wenn es nicht aktive Männer und Frauen gebe, die sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren engagieren.

Die weitere stellvertretende Landrätin Jutta Laczo stellte klar, dass es eine kommunalpolitische Pflicht sei, ihre Feuerwehren zu unterstützen. Grußworte sprach des Weiteren der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigsstadt, Klaus Neubauer und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Er war es auch, der  Alexander Jäkel und Michael Sticker für 25-jährige aktive Dienstzeit mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber auszeichnete. Weiterhin wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Ewald Gohlke, für 25 Jahre: Mario Fehn, Frank Hirschböck, Jens Scherbel, Jürgen Neubauer, Christoph Christmann und Michael Sticker

Bericht: Veronika Schadeck

Sie wurden für ihre 50, 25-jährige Mitgliedschaft beziehungsweise 25 Jahre aktive Dienstzeit geehrt: Ewald Gohlke, Frank Hirschböck (1. und 2. von links). Jens Scherbel, Alexander Jäkel, Michael Sticker, Jürgen Neubauer  (4.,5. 6. 9. von links). Mit im bild: Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf, weitere stellvertretende Landrätin Jutta Laczo, Kreisbrandmeister Harald Meyer, Leiter der Polizeiinspektion, Klaus Neubauer, Gemeinderat Matthias Vetter, Bürgermeister Klaus Löffler und Kommandant Christian Schulz.
 
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