Realistische Feuerwehrübung/Anerkennung für Rettungsdienste
STEINBACH/W. Zum Abschluß der Brandschutzwoche fand in Steinbach am Wald auf dem Schützenplatz eine größere Feuerwehrübung statt, die Kreisbrandmeister Christian Schulz ausarbeitete. Die sehr realistisch vorbereitete Situation stellte einen umgestürzten Reisebus dar, der unter sich einen Pkw begrub. Zwei Verletzte waren eingeklemmt. Ein weiterer Pkw fuhr auf den Omnibus auf, so daß weitere zwei Personen zu retten waren.
Die zuerst eintreffende Wehr aus Steinbach am Wald befreite die in diesem Pkw eingeklemmten Personen mit Rettungsschere und Spreizer und veranlasste die Alarmierung der Feuerwehren Tettau und Ludwigsstadt sowie des Rettungsdienstes. Die Ludwigsstädter Wehrleute bargen zuerst mit Unterstützung der Feuerwehr Steinbach vier Verletzte aus dem umgestürzten Bus. Die Verletzten hatte die Sanitätskolonne Windheim-Hirschfeld hervorragend geschminkt. Aufgrund der Größe der Ereignisse forderten die Verantwortlichen noch drei weitere Sanitätsfahrzeuge an, die die Rotkreuzbereitschaften Tettau, Teuschnitz und Ludwigsstadt stellten. Nachdem alle Verletzten aus dem Bus gerettet waren, hob die FF Tettau den Bus mit einem Hebekissensatz soweit an, daß der unter dem Bus liegende Pkw mit einem Mehrzweckzug hervorgezogen werden konnte. Die eingeklemmten Personen rettete dann die FF Ludwigsstadt und übergab sie dem BRK. Als alle Verletzten versorgt waren, richtete die FF Tettau mit der Seilwinde des Rüstwagens den Omnibus wieder auf.
Alle Beteiligten freuten sich sehr darüber, daß etwa 250 Zuschauer das Geschehen verfolgten. Leider fiel die anschließende Geräteschau buchstäblich ins Wasser. Christian Schulz, der den gesamten Übungsablauf erläuterte, bemerkte, dass man auch auf der Feuerwehrseite wertvolle Erkenntnisse bei dieser Übung gewonnen habe.
Stellvertretender Landrat Willy Rensch bedankte sich im Namen des Landkreises Kronach bei den Wehrmännern für ihr überdurchschnittliches Engagement. Auch bemerkte er, dass nach der Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaus der Eisenbahnlinie täglich über 200 Zugpaare den Landkreis passieren und man für einen möglichen Störfall gerüstet sein müsse.
Neue Presse, 29.09.1993 |