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09.02.2012
Kaminbrand PDF Drucken E-Mail

KaminbrandEin Kaminbrand entsteht durch falsches Heizen!

In den meisten Fällen betrifft es mit Holz befeuerte Anlagen. Durch den Rauch legen sich mit der Zeit Ablagerungen an der Schornsteininnenwand fest, dem sog. Glanzruß oder Teerbeläge, die eine Dicke von 3 – 4 cm auf der Innenfläche des Kamins erreichen können. Sind genügend Ablagerungen vorhanden und die Zündtemperatur hoch genug, kann es zu einem Kaminbrand kommen.

Bei ca. 500° - 600°C steigt zuerst starker Qualm aus dem Schornstein. Kurz darauf wird der Rauch weniger und der eigentliche Brand beginnt. Jetzt schlagen in den meisten Fällen Flammen aus dem Kamin und die Temperatur im Inneren steigt auf bis zu 1300°C an. Durch den Temperaturanstieg quillt der Ruß bis auf das 9-fache auf wodurch der Querschnitt im Kamin immer kleiner wird (ggf. auch verschlossen). Dadurch können Hitze und Rauch nicht mehr richtig abziehen und sich im Gebäude ausbreiten.

Sollte bei Ihnen der Schornstein brennen, zögern Sie nicht und alarmieren Sie sofort die Feuerwehr!

Versuchen Sie auch niemals den Kamin mit Wasser zu löschen. Durch das schlagartige Verdampfen des Wassers kann der Schlot regelrecht explodieren! Ein Eimer Wasser (10 Liter) ergibt ein  Volumen von rund 17.000 Litern Wasserdampf!

Unter Beaufsichtigung der Feuerwehr und des Kaminkehrers lässt man den Kamin i.d.R. kontrolliert ausbrennen. Durch den Einsatz der Wärmebildkamera kann die Temperatur im und um den Kamin herum gemessen werden. Nachdem der Schlot vom Schornsteinfeger gründlich gereinigt wurde, entscheidet er, ob der Schlot weiterhin genutzt werden kann. Im Regelfall ist das so.

Entstehungsursachen von Glanzruß und Teerbelägen::
  • feuchtes oder nasses Holz
  • Verbrennungsluftmangel
  • Müll (Hausmüll, Kunststoff, PVC, teerhaltige Materialien)
  • Falsche Größe der Brennstoffe (zu große Stücke qualmen nur vor sich hin)
  • Falsche Bedienung
  • Ungeeignete Feuerstätte

Anzeichen eines Kaminbrandes:
  • Flammen oder Funken schlagen aus dem Kamin (meistens erkennen dies die Nachbarn)
  • Dichte schwarz-gelbe Rauchwolken steigen aus dem Kamin
  • Starke Erwärmung der Wände die am Kamin liegen
  • Flammen- und Glutbildung im Kamin

Gefahren in Häusern:
  • Funkenflug aus dem Kamin kann das Haus oder umliegende Gebäude entzünden
  • In der Dachdurchführung können sich brennbare Elemente mit zu wenig Abstand zum Kamin entzünden
  • Brennbare Fußböden vor Reinigungsverschlüssen durch nicht brennbare Beläge schützen
  • Risse im Kamin
  • Mit dem Kamin in Kontakt stehende Gegenstände  (Bilder, Schränke) können sich durch die Wärmestrahlung entzünden
  • Balken in Geschossdecken, die zu nahe am Kamin liegen, können sich entzünden (betrifft vor allem ältere Häuser)
  • Rauchausbreitung durch Verstopfung des Kamins (Ruß quillt bis auf das 9-fache auf)

Mein Kamin brennt - was nun?
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr
  • Kontrollieren Sie am Kamin angrenzende Räume auf Hitze und Rauch
  • Schließen Sie alle Dachfenster und Dachluken um das Eindringen von Funken zu vermeiden
  • Stellen Sie ggf. im Dachboden einen Feuerlöscher oder einen mit Wasser gefüllten Behälter für evtl. entstandene Kleinbrände auf
 
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